Heute waren wir im Heidepark Soltau.
Die ganze Klasse freut sich tierisch(wie die schweine) auf einmal schulfrei.
Doch das erste, wovon wir begrüßt werden, ist eine Seifenblase. Faszination steht in den meisten Augen meiner Mitschüler. Meine Güte, das ist eine Seifenblase!
Zwanzig Minuten später dürfen wir auch endlich losgehen.
Zitat Lehrer:
Ihr seid doch nun groß genug, dass ihr auf euch aufpassen könnt, oder? Wir treffen uns hier um 17:00 wieder."Natürlich. Als ob irgendjemand etwas gehört hat.
Ab dem Zeitpunkt, an dem wir in die erste Achterbahn einsteigen, frage ich mich, wo Ate geblieben ist, denn der ist schon wieder weg. Die Fahrt ist nicht besonders aufregend, aber immerhin dreht es sich nicht. Ich hasse Dinge, die sich drehen.
Wie gesagt die Fahrt war nicht sehr aufregend, aber das war von einer Achterbahn im Eisenbahnlook auch nicht zu erwarten.
Anders so die nächsten Bahnen.
Für die Colossos müssen wir zwar etwa eine dreiviertelsunde anstehen, aber es lohnt sich. Colossos ist die größte Holzachterbahn Europas und angeblich 120 km/h schnell so wie 60m hoch. Angst hat man da nur beim Hochfahren. Das Ding klappert wie verrückt. Plötzlich kippt das ganze Teil nach unten weg. Alle möglichen kräfte wirken auf meinen Körper, oder auch nicht.
Als das Foto gemacht wird, sitzt ein freund von mir mit Schockstarre im Wagen, während Tab die Augen zu hat und ich mir einen Ast ablache.
Ate ist immer noch weg.
nächstes Fahrgeschäft: Eine wildwasserbahn. Nett, denke ich, als ich davor stehe. Tab freut sich. jen jammert über ihre Haare.Mir ist das egal und wir steigen ein. Hunderte von langweiligen ein-meter-stürzen später, geht es nach oben.
"Was hoch fliegt, fällt tief", so mein Opa gesagt haben wird gehabt haben.
Nächste Bahn. Tab ist sauer auf mich , weil ich mich geduckt habe und sie ganz nass ist. Ate ist und bleibt verschwunden. Scheinbar vermisst Jen ihre Lori auch.
diese bahn heißt"Krake". vermutlich stammt die Idee aus Fluch der Karibik. Der Film ist toll, die Bahn ist unheimlich.
man steigt weit in die Höhe und hängt dann über einem Abgrund, in dessen Tiefen ein Krakenmaul wartet. Man hat noch mal schön Zeit, die fast perfekte (röchel) Zahnpflege eines Tiefseemonsters zu bewundern, dann gaht es mit aller Geschwindigkeit, die dieses verdammte Ding aufbringen kann, nach unten in einem neunzig Grad Winkel und gefühlte tausend Meter tief. Die Bahn endet in einem Loopin, der unten wasser aufwirbelt, das einen dann oben nass macht. Leider habe ich vergessen, Fotos zu machen.
Und dann gibt es auch noch den Limit... Man hängt frei unter einer schiene und wird durch eine verknotete, verworrene und verkorkste Schienenennetzhölle geschleudert, die einem nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch die letzten gedanken vor die Augen treibt. Ich bin zwei mal mit dem Ding gefahren.
desert Race. Lustige Bahn. sehr schnell. Kaum ist man eingestiegen, schließen sich die Halterungen und man wird mir einem Affenzahn nach vorne geschleudert, der einem die Luft raubt, alle Handlungsfähigkeiten nimmt und das Augenlicht entwendet. denn im Augenblick des Sofortstartes wird das Foto gemacht.
Fazit: der park ist spitze, aber es mangelt an Ate. Wo steckt der kleine?
im Bus finde ich ihn dann schließlich wieder. scheinbar war er im Krake gewesen und hatte sich dann aus Angst verkrochen. Armer kleiner Kerl.
Momentan sitze ich neben ihm und versuche, ihn zu beruhigen.
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